Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie künftig Antworten und Stellungnahmen zu Fragen, die immer wieder mal gestellt werden.

Wie verlief die Restrukturierung von Quintis?
Antwort und weitere Links

Download | Drucken

HINTERGRUND

Ab März 2017 geriet QUINTIS, unser australischer Vertragspartner (Dienstleister für die Bewirtschaftung unserer Plantagen und Verpächter unserer Plantagengrundstücke), in Negativschlagzeilen. Der Börsenkurs fiel innerhalb von sechs Wochen um 80%, bis der Börsenhandel freiwillig ausgesetzt wurde.

Es wurden zunächst neue Gesellschafter gesucht, um mit frischem Kapital börsenunabhängig zu werden. Dieses Vorhaben verlief plangemäß und war Ende 2017 unterschriftsreif.

Jedoch führten dann verschiedene Gründe zu weiteren Verzögerungen, so dass Quintis am 20. Januar 2018 die „Reißleine“ zog und gerichtlichen Gläubigerschutz („Voluntary Administration“) beantragte, um die Rekapitalisierung in einem geordneten Verfahren zu strukturieren. In den Schlagzeilen sprach man nunmehr einfach von Insolvenz, ohne dabei zu differenzieren, dass das Ziel des Verfahrens nicht die Liquidierung oder Zerschlagung von Quintis war, sondern eine Neuaufstellung. Dies ist dann – aus unserer Sicht wenig überraschend – innerhalb des vorgegebenen Zeitplans erfolgreich umgesetzt worden.

Ende Oktober 2018 wurde die neue, börsenunabhängige Quintis mit frischem Eigenkapital von neuen, international angesehenen Gesellschaftern ausgestattet. Mit einer Finanzstärke wie nie zuvor und einer geschärften strategischen Ausrichtung ist Quintis langfristig hervorragend gewappnet für die Zukunft. Die Ereignisse, die vordergründig und im Hintergrund zu dieser Krise führten sowie sich hieraus ergaben, sind abend- bzw. buchfüllend, ein Wirtschaftsthriller mit mehreren Strängen und Episoden. Allein der Aspekt des Leerverkaufs stellt ein mustergültiges Lehrbuchbeispiel für Zusammenhänge, Funktionsweisen und Machen­schaften im Kapitalmarkt dar.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Nachstehend folgen einige uns häufig gestellte Fragen zu diesem Thema mit dazugehörigen Kurzantworten sowie am Ende unsere Mitteilungen mit den originalen australischen Quellen hinsichtlich der Restrukturierung.

Wer sich für die Geschehnisse in 2017 interessiert, findet im Internet eine Unmenge von Gerüchten, Behauptungen und aus dem Zusammenhang gerissenen Fakten. Auch in dieser Phase waren wir sehr gut und direkt informiert, haben uns jedoch an den öffentlichen Spekulationen absichtlich nicht beteiligt, zumal Vertraulichkeitspflichten es uns erleichtert haben, uns auf die Zunge zu beißen.

  1. Wie kam es zu der Krise von Quintis und zur Notwendigkeit einer Rekapitalisierung?
  • Das Management von Quintis hatte sich Mitte Mai 2017 entschlossen, die Quintis-Aktie freiwillig vom Börsenhandel aussetzen zu lassen, da ihr Aktienkurs innerhalb von sechs Wochen um rund 80% eingebrochen war.
  • Durch diesen Kursverfall waren das Vertrauen des Kapitalmarkts in Quintis erheblich gestört und der notwendige Zugang zu Finanzmitteln über den Kapitalmarkt stark gefährdet.
  • Ausgelöst wurde dieser Kursverfall insbesondere durch negative Veröffentlichungen eines US-amerikanischen Hedgefonds (Glaucus, propagandistischer Leerverkäufer).
  • Hierdurch entstand ein negativer Sog, der durch weitere Negativmeldungen befeuert wurde und bei größeren Anlegern quasi automatisch typische „Stop-Loss“-Regeln (zur Vermeidung weiterer Verluste) auslöste.
  • Meldungen hierzu unter ASX.com.au, Börsenticker „QIN“.
  1. Wie verliefen die Rekapitalisierungsbemühungen?
  • Bereits Ende März 2017 begann die Suche nach neuen Gesellschaftern für Quintis mit dem Ziel der Rekapitalisierung, also frisches Eigenkapital (statt Darlehen).
  • Aus dem Kreis verschiedener Interessenten wurde ein Konsortium gebildet, das Quintis in den Folgemonaten den branchenüblichen Prüfungen („Due Diligence“) unterzog.
  • Quintis galt und gilt als sehr werthaltig, insbesondere dank der eigenen Sandelholz-Plantagen. Größere Ernteeinnahmen aus diesen Plantagen sind ab 2022 zu erwarten und damit auch der entscheidende Quantensprung zur finanziellen Unabhängigkeit.
  • Bis zur Krise war Quintis gut mit liquiden Mitteln (und nicht in Anspruch genommenen Krediten) ausgestattet.
  • Doch durch die Aussetzung des Börsenhandels und die damit ungeklärte Zukunft entfielen erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte die budgetierten Einnahmen (Verkauf von Plantagen sowie Sandelholz-Rohstoff).
  • Durch diese fehlenden Liquiditätszuflüsse wurde die (vom Grundsatz her sinnvolle) Unternehmens­anleihe (USD 250 Mio., fällig 2022) für Quintis zur Belastung.
  • Die Anleihegläubiger, mehrheitlich BlackRock, waren in das Konsortium für die Restrukturierung eingebunden und gewährten Quintis im Verlauf der Verhandlungen mehrfach Fristverlängerungen zur Bedienung der Anleihe.
  • Nachdem die Due Diligence seitens des interessierten Konsortiums zufriedenstellend verlaufen war, wurde eine Absichtserklärung von allen Beteiligten unterschrieben. Noch im November 2017 war man sich vermeintlich handelseinig.
  • Doch dann wollte eine der beteiligten Parteien nachverhandeln, was die anderen Beteiligten jedoch ablehnten. Bis Ende 2017 wurde nach einer Lösung gesucht, aber eine endgültige Einigung nicht gefunden.
  1. Warum stand Quintis zeitweilig unter Voluntary Administration?
  • Mitte Januar 2018 verlor dann der (neben der Unternehmensanleihe) zweitgrößte Gläubiger von Quintis die Geduld. Der (an der Rekapitalisierung nicht direkt beteiligte) Plantageninvestor Asia Pacific Investments DAC („API“) hatte eine Put-Option, seine 2014 erworbene Plantage zu einem Preis von AUD 37 Mio. zurückzugeben.
  • Da Quintis diesen Betrag in dieser Phase nicht aufbringen konnte, entschloss sich die Unternehmensführung am 20. Januar 2018 für die Einleitung der Voluntary Administration (freiwillige Verwaltung unter Gläubigerschutz).
  • Die von Quintis bestellten Administrators („Verwalter“) waren seit diesem Zeitpunkt zusammen mit dem Receiver verantwortlich, die Restrukturierung voranzutreiben. Der Receiver vertrat hierbei die Sicherungsinteressen der Anleihegläubiger, denen die wesentlichen Vermögenswerte von Quintis als Sicherheit übertragen worden waren.
  • Dazu gehörten selbstverständlich nicht die Plantagen der JC-Gruppe und ihrer Anleger.
  • Die Entwicklung dieses vielschichtigen, gesetzlich geordneten Verfahrens haben wir in unseren Mitteilungen detailreich dargestellt (siehe Links weiter unten).
  • Anfänglich haben sich über 100 internationale Investoren als Interessierte an einer Beteiligung an Quintis beworben.
  • Letztlich haben die Anleihegläubiger um BlackRock im Rahmen eines gerichtlich bestätigten sog. Deed of Company Arrangement den Zuschlag für die Übernahme und Fortführung des Geschäfts von Quintis erhalten. Während dieser Phase hatten sich die Anleihegläubiger naturgemäß intensiv und kritisch mit Quintis befasst und das Geschäft und dessen Aussichten schätzen gelernt. Zudem hatte das Management sich während dieser Krise das Vertrauen aller Beteiligten verdient und sein Fortführungskonzept hohe Zustimmung erfahren.
  • Trotz des strikten Kostenmanagements während der Voluntary Administration genoss die Plantagen­bewirtschaftung uneingeschränkte und höchste Priorität. Hiervon haben wir uns in dieser Phase auch selbst vor Ort überzeugen können.
  1. Wie wurde die Restrukturierung abgeschlossen?
  • Die Restrukturierung der australischen Quintis-Gruppe wurde mit der am 30.10.2018 vollzogenen Rekapitalisierung erfolgreich beendet.
  • Das neu geschaffene Unternehmen Quintis (Australia) Pty Limited wurde von dem neuen Gesellschafter-Konsortium um BlackRock mit frischem, voll eingezahltem Kapital in Höhe von etwa AUD 145 Mio. ausgestattet und übernahm das Geschäft, die Vermögenswerte sowie die Tochter­gesellschaften der börsennotierten Quintis Ltd
  • Wesentliche Alt-Verbindlichkeiten, wie die Put-Option für eine Plantage, die letztlich zur Einleitung der Voluntary Administration geführt hatten, und Risiken aus verschiedenen Gerichtsverfahren verblieben jedoch bei der alten Quintis Ltd und stellen somit keine Belastung für das Geschäft der neuen Quintis dar.
  • Damit gilt die Finanzierung für die kommenden Jahre als gesichert.
  • Die neu aufgestellte Quintis wird sich auf die Bewirtschaftung und Vermarktung von Sandelholz konzentrieren.
  • Die über 200 Arbeitsplätze bei Quintis wurden weitestgehend beibehalten und das Investment von über 3.600 australischen Privatanlegern sowie internationalen institutionellen Investoren (darunter die Jäderberg & Cie.-Gruppe und damit ihre Anleger) erfolgreich geschützt.
  • Alle internationale Plantagen-Investoren sind weiterhin bei Quintis „mit an Bord“.
  • Die Verlierer dieser Krise sind die Aktionäre der börsennotierten, „alten“ Quintis. Sie werden höchst­wahrscheinlich ganz leer ausgehen. Zugunsten der Leerverkäufer.
  1. Welche Auswirkungen hatten die Geschehnisse auf die JC-Investments

Plantagen-Betreuung durch Quintis

  • Während der gesamten Restrukturierungsphase hat Quintis sämtliche Bewirtschaftungsaufgaben vollumfänglich und in der gewohnten Qualität ausgeführt, es gab zu keinem Zeitpunkt Einschränkungen in der Pflege der JC-Plantagen.
  • Die Bewirtschaftungs- und sonstigen Verträge der Jäderberg & Cie.-Gruppe wurden auf die neue Quintis übertragen, d.h. alle JC-Plantagen werden auch weiterhin von Quintis umfassend und ohne Einschränkungen betreut. Im Rahmen der Vertragsübertragung auf die neue Quintis wurden u.a. die Kosten für das Plantagenmanagement auf eine Ist-Kosten-Basis umgestellt (vorher waren Festbeträge vorgesehen).

JC Sandalwood Investments

  • Die infolge der Restrukturierung von Quintis erforderlichen Anpassungen (z.B. Änderungen der Vertragspartner, Vertragsanpassungen etc.) haben wir in allen neuen Investment-Vehikeln berücksichtigt.
  • Zudem hatte Quintis Ende 2017 im Zuge der Restrukturierung bei der Bilanzierung diverse Abwertungen vorgenommen und hierbei – basierend auf den hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Ernte­ergebnissen des Jahres 2017 – die biologischen Ertragserwartungen revidiert. Die vorgenommenen Abschläge bei den biologischen Ertragserwartungen wurden in den Vermögensanlagen vollumfänglich einkalkuliert, auch wenn die Ernteresultate des Jahres 2018 wieder deutlich besser ausgefallen sind.

JC-Mitteilungen zur Restrukturierung von Quintis:

Download | Drucken

Wo liegt der Unterschied zwischen einer atypisch stillen Beteiligung und einer Kommanditbeteiligung?
Antwort

Download | Drucken

Kommanditbeteiligung vs. atypisch stille Beteiligung

1. Vertragliche Ausgangssituation
Grundsätzlich ist die Vermögensanlage JC Sandalwood Invest 10 als eine Kommanditbeteiligung an der JC Sandalwood Invest 10 GmbH & Co. KG (Emittentin) strukturiert. Voraussetzung dafür, dass der Anleger Kommanditist der Emittentin wird, ist seine Eintragung als Kommanditist in das Handelsregister. Die Eintragung in das Handelsregister setzt wiederum eine entsprechende Handelsregisteranmeldung in öffentlich beglaubigter Form voraus. Nach Maßgabe von Ziffer 4.6 des Gesellschaftsvertrages ist Voraussetzung für diese Handelsregisteranmeldung, dass der jeweilige Anleger der Komplementärin zuvor auf eigene Kosten eine Handelsregistervollmacht in öffentlich beglaubigter Form erteilt hat. Der Gesellschaftsvertrag sieht ferner vor, dass ein Anleger bis zu seiner Eintragung als Kommanditist atypisch still am Unternehmen der Emittentin beteiligt ist. Die Regelungen des Gesellschaftsvertrages finden auf diese atypisch stille Beteiligung entsprechend Anwendung. Für den Anleger stellt sich daher möglicherweise die Frage, ob er eine Handelsregistervollmacht
erteilen soll, damit er als Kommanditist in das Handelsregister der Emittentin eingetragen werden kann, oder ob er eine Handelsregistervollmacht nicht erteilt, was zur Folge hat, dass er nicht Kommanditist der Emittentin wird, sondern als atypisch stiller Gesellschafter am Unternehmen der Emittentin beteiligt ist.

2. Hintergrund
Bei der Konzeption von JC Sandalwood Invest 10 haben wir Anregungen von Anlegern anderer Anlageangebote berücksichtigt. Vielfach wurde bei uns angefragt, ob es möglich sei, auf eine Eintragung des Anlegers als Kommanditist in das Handelsregister zu verzichten. Dieser Wunsch hat verschiedene Gründe: Die Erteilung der hierfür vorgesehenen Handelsregistervollmacht ist für den Anleger mit Kosten (Beglaubigungskosten) und vor allem mit dem Aufwand eines Notartermins verbunden. Ohne Handelsregisteranmeldung und -eintragung entfällt dieser Aufwand. Zudem ziehen es einige Anleger vor, nicht als Kommanditist in öffentlichen Registern (Handelsregister) aufgeführt zu werden. Schließlich sind sicherlich auch persönliche Präferenzen Grund für die an uns herangetragenen Anfragen. Als Folge dieser Anregungen haben wir die Erteilung einer Handelsregisteranmeldung bei der Vermögensanlage JC Sandalwood Invest 10 nicht mehr als Verpflichtung des Anlegers geregelt, sondern lediglich Voraussetzung für seine Anmeldung zum Handelsregister und damit seine Eintragung als Kommanditist.

3. Wesentliche Unterschiede zwischen einer Beteiligung als Kommanditist bzw. als atypisch stiller Gesellschafter
Der Gesellschaftsvertrag sieht vor, dass ein Anleger bis zu seiner Eintragung als Kommanditist atypisch still am Unternehmen der Emittentin beteiligt ist. Die Regelungen des Gesellschaftsvertrages finden auf diese atypisch stille Beteiligung entsprechend Anwendung. Für die Beteiligung des Anlegers an den Ergebnissen, Auszahlungen und am Vermögen der Emittentin wie auch für die Stimm- und Kontrollrechte macht es grundsätzlich daher keinen wesentlichen Unterschied, ob der Anleger nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages als Kommanditist oder atypisch still am Unternehmen der Emittentin beteiligt ist. Wie die Direktbeteiligung als Kommanditist wird auch die atypisch stille Beteiligung in steuerlicher Hinsicht als Eigenkapitalbeteiligung betrachtet, so dass sich auch diesbezüglich keine Unterschiede ergeben. Der wesentliche Unterschied zwischen einer Beteiligung als Kommanditist der Emittentin und einer atypisch stillen Beteiligung des Anlegers am Unternehmen der Emittentin ist, dass der Anleger im Falle einer Kommanditbeteiligung unmittelbar einen Gesellschaftsanteil an der Emittentin hält, also unmittelbar als Gesellschafter an der Emittentin beteiligt ist (gesellschaftsrechtliches Verhältnis). Dagegen stellt die atypisch stille Beteiligung keine unmittelbare (gesellschaftsrechtliche) Beteiligung des Anlegers an der Emittentin dar, sondern eine schuldrechtliche Beteiligung des Anlegers am Vermögen, an den Ergebnissen und an den Auszahlungen der Emittentin, die im Falle der JC Sandalwood Invest 10 jedoch der eines als Kommanditist eingetragenen Anlegers entspricht. Ebenso sind dem atypisch still beteiligten
Anleger schuldrechtlich die Mitwirkungsrechte (Stimm- und Kontrollrechte) eines Kommanditisten eingeräumt. Die atypisch stille Gesellschaft ist eine Innengesellschaft mit der Emittentin, bei der nur die Emittentin im Außenverhältnis auftritt. Der atypisch still Beteiligte wird nicht in das Handelsregister eingetragen und ihn trifft im Außenverhältnis daher auch keine Haftung in Höhe der Haftsumme. Allerdings ist auch er zur Leistung seiner Einlage verpflichtet, die in das Vermögen der Emittentin als Geschäftsinhaberin übergeht. Die Ansprüche des atypisch stillen Gesellschafters sind gegenüber Ansprüchen sonstiger Gläubiger der Emittentin nachrangig – er wird also diesbezüglich nicht bessergestellt als im Falle seiner Eintragung als Kommanditist. Im Falle einer atypisch stillen Gesellschaft entfällt für den Anleger der mit der Erteilung einer öffentlich beglaubigten Handelsregisteranmeldung verbundene Aufwand.

4. Ergebnis
In wirtschaftlicher und steuerlicher Hinsicht entsprechen sich eine Kommanditbeteiligung und eine atypisch stille Beteiligung weitgehend. Letztlich ist es daher eine Frage der individuellen Präferenz, ob ein Anleger lieber als Kommanditist oder als atypisch stiller Gesellschafter beteiligt sein will.

Download | Drucken

Wie müssen Anleger ihr JC Sandalwood-Investment in der Steuererklärung dargestellen?
Antwort

Jeder Eigenkapital-Anleger von JC Sandalwood, ob nun Kommanditist oder atypisch still Beteiligter, muss diese Beteiligung in seiner Steuererklärung unter den Einkünften aus Gewerbebetrieb angeben.

Zu nennen ist lediglich die Beteiligungsgesellschaft und die dazugehörige Steuernummer.

Das Wohnsitzfinanzamt des Anlegers holt sich dann die Beteiligungsergebnisse beim Betriebsstättenfinanzamt der KG in Hamburg.

Steuerliches Ergebnis

Der Anleger und sein Steuerberater sollten drauf achten, dass weder ein Verlust noch ein Gewinn auf Ebene der deutschen Steuererträge zugerechnet wird. Das wäre (vom Finanzamt) falsch und könnte ein Präjudiz-Argument schaffen, um die späteren Ernteerträge doch in Deutschland vereinnahmen zu wollen. Auch wenn es sachlich nicht richtig wäre. Aber ein Streit, die aufwendige Rückabwicklung und Rückzahlung ggf. erhaltener Vorteile zzgl. hoher Zinsen kann man durch Aufklärung vermeiden.

Bis zur Ernte mach die KG plangemäß Verluste (Ausgaben aber keine Einnahmen). Erst mit den Ernteerlösen ab 2028 werden Gewinne entstehen. 

Die Erträge, ob nun negativ oder positiv, werden in Australien versteuert und nicht (nochmal) in Deutschland, soweit eindeutig das Doppelbesteuerungsabkommen.

Progressionsvorbehalt

Eine Auswirkung auf das deutsche Steuerergebnis des Anlegers hat JC Sandalwood allerdings insoweit, als dass die in Australien versteuerten, vom Anleger vereinnahmten Einkünfte in Deutschland unter Progressionsvorbehalt stehen. Wie sich dies auswirkt, ist sehr individuell.

Für die ersten Jahre senken die australischen Verluste die persönliche Steuerprogression ab. Darauf sollte der Anleger bzw. sein Steuerberater ebenso achten.

Hinweis

Diese Informationen stellen keine steuerliche Beratung dar, sondern sind lediglich Widergabe unseres Verständnisses, wie es zudem im Prospekt ausführlich beschrieben wird. Gern stehen wir dem Anleger und seinem Steuerberater mit weiteren Informationen zur Verfügung.

Download | Drucken

 

Warum verzichtet JC mittlerweile auf einen Mittelverwendungskontrolleur?
Antwort

Es gibt nach unseren aktuellen Erkenntnissen kaum Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften, die noch eine Mittelverwendungskontrolle (MVK) anbieten – und wenn, dann zu unverhältnismäßig hohen Kosten (vor allem wohl aufgrund entsprechender Versicherungsprämien). Diese Kosten wären letztlich vom Anleger zu tragen und würden die Investitionsquote entsprechend verringern. Dies gilt umso mehr bei unserem, aus dieser Warte erheblich aufwendigeren, JC Sandalwood-Investment. Hier werden die Mittel laufend und skalierbar eingesetzt, was nicht vergleichbar ist mit klassischen MVK-Fällen z.B. des Immobilienerwerbs mit einer einzelnen Investition, bei der die Mittelverwendung von vornherein fixiert und ein Mindestvolumen Voraussetzung für das Zustandekommen des Investments ist.

Bei unserem Sandelholz-Investment werden die eingeworbenen Mittel sukzessive zum Kauf von Plantagenanteilen zu den im Prospekt dokumentierten, vertraglich geregelten Preisen verwendet. Die Plantagenanteile (Units) werden vom Treuhänder in einem „Unit Register“ geführt, das laufend aktualisiert wird und aus dem jederzeit ersichtlich ist, wer Eigentümer welcher Plantagenanteile ist. Zum anderen werden die Mittel für die ebenfalls vertraglichen fixierten Weichkosten und Vergütungen sowie in gewissem Umfang eine Liquiditätsreserve verwendet.

Angesichts dieser klaren Regelungen und der sukzessiven Mittelverwendung über den gesamten Emissionszeitraum stellen wir bei JC Sandalwood den Mehrwert einer MVK bewusst in Frage. Bei unserem ersten Sandelholz-Fonds, als die klassische MVK noch verbreiteter war, hatten wir dem „Markt“ zuliebe noch eine klassische MVK. Heute halten wir den erheblichen Zusatzaufwand einer laufenden MVK über den gesamten Emissionszeitraum aus den o.a. Gründen für unverhältnismäßig – im Sinne des Anlegers.

Selbstverständlich können die „Unit Register“ in Australien als Basis für eine Mittelverwendungs-bestätigung dienen. So konnten beispielsweise auf unserer letzten Besichtigungsreise in Australien (Mai/Juni 2019) die teilnehmenden Vertriebspartner dieses „Unit Register“ bei unserer Accounting Firma (GOODING PARTNER) einsehen und erhielten eine ausführliche Erklärung dazu (siehe auch den Video-Reisebericht 2019).

Ansehen | Download | Drucken

Wie finanziert ein JC Sandalwood Vehikel Liquidität für laufende Auszahlungswünsche, Zinsen, Kündigungen etc.?
Antwort und weitere Links

Die (im jeweiligen Prospekt beschriebene) Vorgehensweise sieht vor, dass eine JC Sandalwood Invest xx GmbH & Co. KG einen Bruchteil ihrer Plantagenanteile verkauft, um z.B. Zinszahlungen, Auszahlungswünsche oder Kündigungen zu ermöglichen. Die Käufer dieser Anteile sind gewöhnlich andere JC Sandalwood-Vehikel, an denen neue Investoren eine Beteiligung erwerben oder ein Beteiligungsdarlehen gewähren. Es werden also keine Sandelholz-Bäume vorzeitig – und damit „unter Wert“ verkauft, um Liquidität zu generieren. Da diese Vorgehensweise voraussetzt, dass es genügend Käufer mit an dem Erwerb der zum Verkauf stehenden Plantagenanteile gibt, wird die Option einer vorzeitigen Auszahlung, einer Kündigung oder auch die Zinszahlung bei einem Beteiligungsdarlehen immer unter dem Liquiditätsvorbehalt gewährt. 

Was passiert, wenn es nicht genügend Käufer gibt?

Es gibt außergewöhnliche Situationen, wie z.B. die aktuelle Pandemie, die zeitweilig zu einer extremen Zurückhaltung von Käufern bzw. Anlegern führen können. Das kann zur Folge haben, dass das Verfahren des Plantagenanteilsverkaufs zur Beschaffung von Liquidität  – zeitweilig nicht umgesetzt werden kann. 

Das bedeutet, dass im schlechtesten Fall Auszahlungswünsche, Zinszahlungen oder Kündigungen nicht bedient werden könnten. 

Heißt das, dass die Plantagen an Wert verloren haben und die Endausschüttungen in Gefahr sind?

NEIN. Das damit nichts zu tun. Unsere JC Sandalwood Plantagen werden ab 2028 – 2033 abgeerntet, das Holz verarbeitet, in kostbares Sandelholz-Öl und andere wertvolle Rohstoffe veredelt und dann verkauft. Aus diesen Verkaufserlösen werden die Ausschüttungen finanziert. Es ist also wichtig, wie gut die Bäume gedeihen und wie sich die Absatzmärkte entwickeln.

Wer sich ein Bild von der positiven Entwicklung der Sandelholz-Plantagen machen möchte, kann sich den aktuellen Status-Bericht ansehen: https://jcsandalwood.de/status-bericht/.